Syrien: Christliches Dorf eingeschlossen

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Yaakoubieh (Syrien) – Ein christliches Dorf im Norden des Landes ist zwischen die Fronten von Regierungstruppen und Rebellen geraten. Rund 1000 orthodoxe und katholische Christen der Gemeinde nördlich von Aleppo säßen in der Falle, schreibt der Missionspressedienst Fides. „Sie leben in einer desaströsen Situation; ihnen droht die Auslöschung”, so Kapuzinerpater Francois Kouseiffi. Die Menschen hätten weder Nahrung noch Strom und könnten ihr Dorf nicht verlassen.

 

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Papst fordert Ende der Gewalt in Syrien

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1.bildPapst Benedikt XVI. hat die Konfliktparteien in Syrien zu einem schnellen Ende der Gewalt aufgerufen. „Ich erneuere meinen Aufruf, die Waffen niederzulegen, damit so bald wie möglich der konstruktive Dialog maßgebend wird”, sagte der Pontifex in seiner Neujahrsansprache vor Botschaftern im Vatikan. Der Papst sprach von einem Land, „das unablässig von Massakern zerrissen wird und Schauplatz schrecklicher Leiden unter der Zivilbevölkerung ist”. Sollte der Konflikt andauern, würden am Ende nur Verlierer und „ein Feld von Ruinen” bleiben.

 

Berichte über Massaker in Syrien

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Während die Menschen in aller Welt das neue Jahr begrüßen, beklagen die Syrer ein weiteres Massaker. Regimegegner berichteten, Angehörige der regimetreuen Schabiha-Miliz hätten in dem Dorf Maan in der Provinz Hama 23 Menschen enthauptet. Die Getöteten gehörten zu den wenigen sunnitischen Familien, die in dem Dorf lebten. Unter den Opfern sollen sieben Kinder sein. Die Leichen seien angezündet worden, so dass einige von ihnen noch nicht hätten identifiziert werden können, hieß es.

 

NATO zu Eingreifen in Syrien gedrängt

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Mehrere NATO-Staaten wollen ein militärisches Eingreifen in Syrien vorantreiben. Mit Blick auf die sich täglich verschärfende Lage in der Konfliktregion plädierten die Regierungen der USA, Großbritanniens und der Türkei dafür, mit einer „vorsichtigen Planung” zu beginnen, berichtet „Die Welt” unter Berufung auf NATO-Kreise.

Im Norden des Landes sind nach Oppositionsangaben 20 Menschen durch Armeebeschuss getötet worden, darunter mindestens acht Kinder. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte veröffentlichte im Internet ein Video, in dem Reihen blutverschmierter Leichen zu sehen waren. Im Hintergrund war das Wehklagen von Angehörigen zu vernehmen. Wann der Angriff geschah, wurde nicht erwähnt.

 

 

Syrien: Armee bereitet Angriff vor

Die syrische Armee hat sich laut Aktivisten im Süden der Hauptstadt Damaskus auf die Erstürmung des Vororts Daraja vorbereitet. Die Armee habe um die seit Wochen belagerte Ortschaft zusätzliche Truppen zusammengezogen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London. Laut Aktivisten vor Ort ist Daraja seit 37 Tagen vom Strom- und Telefonnetz abgeschnitten.

USA erkennen syrische Opposition an

Nach der EU üben nun auch die USA den Schulterschluss mit der syrischen Opposition: Die Oppositionsbewegung der Syrischen Nationalkoalition sei der „rechtmäßige Vertreter” ihres Volkes, sagte US-Präsident Barack Obama in einem Interview Der neu gegründete Dachverband sei „nun umfassend genug”, um eine Aufwertung seines Status’ zu gewähren.

Erneut Tote in Syrien

In der nordsyrischen Stadt Aleppo sind elf Menschen getötet worden, als Mörsergranaten ein von Kurden bewohntes Viertel trafen.

Nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter sind unter den Todesopfern drei Kinder. Wer hinter dem Angriff steckt, blieb unklar. In der Hauptstadt Damaskus detonierte eine Autobombe.