Assad riegelt Damaskus ab

 

Nach Angriffen der Freien Syrischen Armee

Assad riegelt Damaskus ab

Das syrische Militär hat auf den Vormarsch der Rebellen reagiert und offenbar die Hauptstadt Damaskus abgeriegelt. Wie Aktivisten und Augenzeugen aus der Hauptstadt berichteten, wurden die Zufahrtstraßen gesperrt, nachdem Kontrollstellen der Armee massiv angegriffen worden waren.

Die Freie Syrische Armee hat Teile der Haupstsadt Damaskus unter ihrer Kontrolle. (Foto: AFP)

Die Freie Syrische Armee hat Teile der Haupstsadt Damaskus unter ihrer Kontrolle.Derweil dauern die Kämpfe im Großraum Damaskus an. Kämpfer der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA) versuchen schon seit Tagen, die Hauptstadt einzunehmen. Auch der Flughafen in Damaskus blieb heftig umkämpft. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London vermeldete Kämpfe in der Nähe von Regierungsgebäuden nahe der Ortschaft Harasta. Dabei seien vier Rebellen getötet worden. Das syrische Staatsfernsehen berichtete, es seien zahlreiche von “Terroristen” benutzte Fahrzeuge ebenfalls in Harasta zerstört worden.

Hinweise auf geplanten Einsatz von Chemiewaffen

Der britische Außenminister William Hague sagte, es gebe Hinweise darauf, dass das syrische Regime den Einsatz chemischer Waffen vorbereite. Details wollte er aber nicht nennen. Wörtlich sagte er auf die Frage des britischen Fernsehsenders BBC, ob es Beweise für solche Vorbereitungen in Syrien gebe: “Wir und die USA haben einige Hinweise darauf gesehen, und deshalb haben wir deutliche Warnungen dazu herausgegeben. Wir haben dies direkt beim syrischen Regime getan.” Er betonte zugleich: “Wir können auf keinen Fall Spezifisches sagen, da diese Dinge aus Geheimdienst-Quellen stammen. Aber wir haben genug Hinweise gesehen, um zu wissen, dass sie eine Warnung brauchen, und diese Warnung haben sie bekommen.”

Der britische Außenminister William Hague. (Foto: AFP)Hague warnte das Assad-Regime vor dem Einsatz von Chemiewaffen.Hague warnte vor mehreren “gefährlichen Szenarien”, darunter die Möglichkeit, dass die Waffen in “die Hände anderer Gruppen” fallen könnten. Er schloss eine Beteiligung Großbritanniens an einer militärischen Intervention nicht aus. Die britische Regierung habe nie eine Option ausgeschlossen, betonte er. Momentan unterstütze das Land einen friedlichen Übergang. Allerdings gebe es gemeinsam mit den USA

entwickelte Notfall-Pläne.

BND: “Assad-Regime in Endphase”

Der Bundesnachrichtendienst geht davon aus, dass die Tage des Assad-Regimes gezählt sind. BND-Präsident Gerhard Schindler sagte der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, obwohl im Moment weder das Regime in Damaskus noch die bewaffnete Opposition entscheidende Vorteile erzielen könnten, verliere Assad immer mehr die Kontrolle über Teile des Landes. “Es mehren sich die Anzeichen, dass das Regime in Damaskus sich in seiner Endphase befindet”, sagte er. Die Regierung konzentriere sich darauf, einzelne Gebiete zu halten. “Das Regime Assad wird nicht überleben”, sagte Schindler.

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