Saudis wollen 30 Spürpanzer für 100 Millionen Euro

Status

Großauftrag für Deutsche Rüstungsindustrie

Der zuständige Verteidigungsminister, Kronprinz Salman bin Abdulasis, will die ABC-Spürpanzer „Dingo 2“ kaufen2,w=650,c=0.bild

Zwischen der deutschen Waffenindustrie und Saudi-Arabien bahnt sich ein Rüstungsgeschäft in dreistelliger Millionenhöhe an.

Nach Informationen von BILD am SONNTAG aus Verhandlungskreisen geht es um den Export von 30 ABC-Spürpanzern auf Basis des Typs „Dingo“.

Hersteller sind die deutsche Panzerschmiede Krauss Maffei Wegmann sowie die Firma Bruker Daltonik aus Leipzig.

Der Auftrag über die Lieferung von 30 Spür-„Dingos“ hätte ein Volumen von rund 100 Millionen Euro. Insgesamt wollen die Saudis langfristig sogar bis zu 100 Modelle kaufen.

Wie BamS weiter erfuhr, stehen die Verhandlungen mit dem saudischen Verteidigungsministerium kurz vor dem Abschluss. Die Schulungen der arabischen Soldaten sollen auch an einem Simulationsfahrzeug bei Bruker Daltonik in Leipzig stattfinden.

Nach BamS-Informationen hatte der Bundessicherheitsrat seine Zustimmung signalisiert und damit den Weg für Verhandlungen mit den Saudis freigemacht. Daraufhin schickte das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen positiven Vorbescheid an Krauss Maffei Wegmann.

Allerdings muss der Bundessicherheitsrat, dem die Kanzlerin und acht Minister angehören, noch sein endgültiges Okay für den Export geben, wenn der Deal perfekt ist.

Auf BILD-am-SONNTAG-Anfrage teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit, dass „die Bundesregierung grundsätzlich keine Angaben zu Voranfragen über die Genehmigungsfähigkeit bestimmter Ausfuhrvorhaben macht“.

 

10-Milliarden-Waffen-Deal? Saudi Arabien will über 600 Leopard-Panzer. Bundesregierung zögert

10-Mrd-Waffen-Deal? Saudi-Arabien will 600 Leopard-Panzer

Winkt deutschen Firmen einer der größten Rüstungsaufträge in der Geschichte? Saudi-Arabien hat Interesse am Kauf von über 600 Leopard-Panzern.

Nach BamS-Informationen hatte der Bundessicherheitsrat seine Zustimmung signalisiert und damit den Weg für Verhandlungen mit den Saudis freigemacht. Daraufhin schickte das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen positiven Vorbescheid an Krauss Maffei Wegmann.

Allerdings muss der Bundessicherheitsrat, dem die Kanzlerin und acht Minister angehören, noch sein endgültiges Okay für den Export geben, wenn der Deal perfekt ist.

Auf BILD-am-SONNTAG-Anfrage teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit, dass „die Bundesregierung grundsätzlich keine Angaben zu Voranfragen über die Genehmigungsfähigkeit bestimmter Ausfuhrvorhaben macht“.

Vergrößern
ABC-Spürpanzer „Dingo 2“

Die Spür-„Dingos“ sollen die 36 „Fuchs“-Spürpanzer ersetzen, die Thyssen im Jahr 1991 nach Saudi-Arabien verkauft hatte.

Der ABC-Spürpanzer „Dingo 2“, eine Art rollendes Hightech-Labor, kann nach Angriffen atomare, biologische und chemische Kampfstoffe erkennen sowie Boden- und Luftproben entnehmen.

Ein leichtes Maschinengewehr als Bewaffnung dient vorrangig der Selbstverteidigung. Mit den Spür-„Dingos“ will sich Saudi-Arabien auch auf einen befürchteten Angriff durch den Iran vorbereiten.

Deutsche Waffentechnologie steht bei der Regierung in Riad aktuell hoch im Kurs.

Zuletzt war bekannt geworden, dass die Saudis großes Interesse am Kauf von „Leopard“-Kampfpanzern sowie „Boxer“-Radpanzern haben.

http://www.bild.de/politik/ausland/dingo/saudis-wollen-30-spuerpanzer-fuer-100-millionen-euro-27901260.bild.html

Advertisements

Coudenhove-Kalergi-Europapreis 2012 für Präsident Van Rompuy

large_hvr_speaking_at_the_coudenhove_prize_ceremony

Dem Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, wurde am 16. November 2012 in Wien auf einem Sonderkongress zur Feier des neunzigsten Jahrestages der Gründung der Paneuropa-Bewegung der Coudenhove-Kalergi-Europapreis 2012 verliehen. Dieser Preis wird alle zwei Jahre an führende Persönlichkeiten für ihren herausragenden Einsatz für den europäischen Einigungsprozess verliehen.

 

Ausschlaggebend für die Zuerkennung des Preises war die ausgewogene Art und Weise, in der Präsident Van Rompuy das durch den Lissabonner Vertrag geschaffene neue Amt des Präsidenten des Europäischen Rates ausübt. Er nimmt diese äußerst sensible Führungs- und Koordinierungs­aufgabe entschlossen, zugleich aber auch konziliant wahr; besonders hervorgehoben wurden zudem seine geschickte Vermittlungstätigkeit in europäischen Angelegenheiten und sein unerschütterliches Eintreten für die ethischen Werte Europas.

 

In seiner Dankesrede bezeichnete Van Rompuy die europäische Einigung als ein Friedensprojekt. Dieses Konzept, das auch im Mittelpunkt der Arbeit Coudenhove-Kalergis stand, hat auch 90 Jahre später nichts an Bedeutung verloren.

 

“Letzten Endes ist Frieden das Kernanliegen unserer Arbeit als Union”, sagte Van Rompuy unter Hin­weis darauf, dass der Europäischen Union unlängst der Friedensnobelpreis 2012 verliehen worden ist. “Die Europäische Union hat dazu beigetragen, einen Kontinent der Kriege in einen Kontinent des Friedens zu verwandeln”, so der Präsident.

 

Der Präsident ging auch auf die europäische Perspektive der westlichen Balkanstaaten ein und betonte, “dass der Beitritt der westlichen Balkansstaaten zur Union dem letzten Bürgerkrieg in der langen Geschichte Europas ein Ende bereiten wird – nicht mehr, und nicht weniger”. Er hob hervor, dass die Mehrzahl der derzeitigen Mitgliedstaaten der Union nach traumatischen Erfahrungen – sei es Krieg oder sei es Diktatur – beigetreten ist.

 

Wie der Präsident erklärte, stehen selbst die Bemühungen der Union um finanzielle Stabilität nach dem wirtschaftlichen Abschwung der letzten Zeit “nicht nur im Zeichen von Bilanzen und einer gesunden Wirtschaft”; vielmehr, so der Präsident, “unternehmen wir diese Anstrengungen auch aus hochpolitischen Gründen. Wir tun dies, um die Union zusammenzuhalten und – über die Währungs­stabilität hinaus – die Sicherheit unserer Länder und Gesellschaften und schlicht und einfach unserer Büger zu bewahren”.

 

Benannt ist der Preis nach dem Philosophen, Diplomaten, Herausgeber und Begründer der Paneuropa-Bewegung (1923), Graf Richard Nikolaus von Coudenhove-Kalergi (1894-1972). Coudenhove-Kalergi war der Pionier der europäischen Integration und hat in seinen Werken das Konzept einer Föderation der europäischen Staaten propagiert.

 

Zu den Preisträgern seit 2000 gehören Bundeskanzlerin Angela Merkel (2010) und die Präsidentin Lettlands, Vaira Vike-Freiberga (2006).

 

Weitere Informationen:

 

http://www.european-council.europa.eu/home-page/highlights/president-van-rompuy-is-awarded-european-prize-coudenhove-kalergi-2012-%281%29?lang=de