Das irre Geschäft mit dem Tod

waffenlobby

US-Präsident Barack Obama hat bei einer Trauerfeier nach dem Amoklauf mit 27 Toten zu entschlossenem Handeln aufgerufen. Das Land müsse mehr zum Schutz der Menschen und besonders der Kinder vor solchen Verbrechen tun. „Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass solche Taten zur Routine werden”, sagte er bei einer bewegenden Gedenkfeier in Newtown in Connecticut, wo ein Amokläufer am Freitag in einer Grundschule 20 Kinder und sechs Erwachsene getötet hatte.

Nach dem Amoklauf in Newtown (Connecticut) wird in den USA wieder über verschärfte Gesetze diskutiert, doch das Geschäft mit den Waffen boomt

Vergrößern Nach Amoklauf in Newtown (USA): Das Wahnsinns-Geschäft mit den Waffen
Foto: Polaris / StudioX     Die USA im Schockzustand – nach dem Amoklauf in der Sandy-Hook-Grundschule von Newtown (Connecticut) diskutieren die Amerikaner über neue Waffengesetze, neue Regeln für den Umgang mit den tödlichen Spielzeugen. Tatsache aber ist: Viele US-Bürger betrachten es nicht nur als ihr natürliches Recht, sich mit Waffen zu schützen, sondern auch die kränkelnde US-Wirtschaft ist auf das Geschäft mit den Waffen angewiesen. Die Vereinigten Staaten sind der größte Exporteur der Welt. 2011 wurden so viele Waffen wie noch nie ins Ausland verkauft, der Wert laut „New York Times“: 66,3 Milliarden Dollar. Das macht immerhin fast 78 Prozent des gesamten globalen Waffenmarktes aus. Auf der Liste der Exporteure folgen Russland, Deutschland, Frankreich, China.Zu den besten Kunden der Amerikaner zählen Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman, so ein aktueller Report des unabhängigen „Congressional Research Services“.Amerikas größter Waffenhersteller „Sturm, Ruger & Company, Inc.“ (262,4 Millionen Dollar Umsatz 2011) zählt zu den am schnellst wachsenden Firmen der USA, so das US-Magazin „Fortune“.

Bei einem Haushaltsdefizit von rund 15,5 Billionen Dollar kein Markt also, auf den der Staat einfach so verzichten könnte.

Und in den USA selbst? Laut Schätzungen befinden sich in den Privathaushalten der USA zwischen 200 und 300 Millionen Waffen. Auf 100 Einwohner kommen in den USA demnach im Durchschnitt rund 89 Waffen. In einer Umfrage des Gallup-Institutes gaben 40 Prozent der Befragten an, in ihrem Haushalt eine Schusswaffe zu haben.

Jährlich werden rund 100 000 US-Bürger durch Schüsse verletzt, mehr als 30 000 sterben. Die Zahl der mit Pistolen verübten Morde liegt bei 10 000 bis 12 000 pro Jahr. In den vergangenen sechs Monaten wurden mehr Amerikaner durch Schüsse im eigenen Land, als durch Terror in Afghanistan und Irak in den vergangenen 25 Jahren getötet….

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/amoklauf-schule-newtown/amoklauf-von-newtown-das-irre-geschaeft-mit-den-waffen-27696308.bild.html

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