Opel baut ab 2016 keine Autos mehr in Bochum

Der defizitäre Hersteller Opel legt die Autoproduktion in Bochum wie erwartet 2016 still.

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Bis zu 3000 Stellen könnten wegfallen, das Warenverteilzentrum mit derzeit 430 Beschäftigten soll aber erhalten und sogar ausgebaut werden, sagte Opel-Interimschef Thomas Sedran.

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Nach der Ankündigung der Schließung des Bochumer Opel-Werks fällt die Feier zum 50-jährigen Bestehen der Fabrik aus. Der Autobauer habe den für Samstag geplanten „Tag der offenen Tür” zum Jubiläum der Traditionsfabrik wegen Sicherheitsbedenken abgesagt, bestätigte ein Sprecher der Stadt Bochum. Es seien deutlich mehr Besucher erwartet worden als ursprünglich angenommen, sagte er.

Bericht: Opel will 1000 Jobs in Bochum erhalten: Der Autobauer will auch nach der Schließung seines Bochumer Automobilwerks mindestens 1000 Arbeitsplätze am Standort erhalten. Dies berichtet die „Wirtschaftswoche“ am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise. Opel war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Opel-Interimschef Thomas Sedran sagte dem Magazin: „Im Warenverteilzentrum arbeiten heute 430 Menschen, in Zukunft werden es wahrscheinlich mehr sein, denn wir planen einen Ausbau. Bei der möglichen Komponentenfertigung reden wir ebenfalls von einer dreistelligen Zahl an Arbeitsplätzen. Wie viele Jobs ein zusätzliches Drittgeschäft macht, kann ich heute noch nicht sagen.”

Protest bei Opel – Bänder stehen: Im Bochumer Opelwerk ist die Produktion für eine Protestaktion unterbrochen worden. Die Fertigung, “RUHE” bestätigte ein Werkssprecher. Die gut 3000 Beschäftigten kämpfen gegen die geplante Schließung der Autoproduktion nach 2016. Außerdem sind sie verärgert, weil die Werksleitung die ursprünglich für diesen Samstag geplante Feier zum 50-jährigen Bestehen des Bochumer Werks abgesagt hat. Betriebsratschef Rainer Einenkel hatte die mit Sicherheitsbedenken begründete Entscheidung „armselig” genannt.

Arbeitsagentur fürchtet herbe Einschnitte bei Opel Bochum: Mit dem Aus für die Fahrzeugfertigung im Bochumer Opel-Werk befürchtet die Bundesagentur für Arbeit deutliche Einschnitte für die Beschäftigung in der Region. „Das ist ein Thema, was uns schon jetzt Sorge macht”, sagte die Chefin der Regionaldirektion NRW, Christiane Schönefeld.

Opel hat einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung” zufolge sechs Tochterfirmen in Europa an General Motors verkauft. Darunter ein Motorenwerk in Ungarn, eine Getriebefertigung in Österreich. Durch den Verkauf sichert Opel ein Darlehen der Konzernmutter von knapp 2,5 Mrd. Euro. Der Kredit hätte eigentlich bis Ende 2014 zurückgezahlt werden müssen, nun sei die Finanzplanung von Opel bis Ende 2016 gesichert.

Der Autobauer Opel droht mit der Schließung des Werkes Bochum bereits Ende 2014, wenn Betriebsrat und Gewerkschaft nicht bis Februar einem Sanierungsplan zustimmen. Das geht aus einem bekannt gewordenen Brief des Opel-Aufsichtsratsvorsitzenden Steve Girsky an die Mitarbeiter hervor. Bisher hatte Opel angeboten, die Bochumer Fahrzeugproduktion bis 2016 am Leben zu halten.

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One thought on “Opel baut ab 2016 keine Autos mehr in Bochum

  1. Ungefähr 30.000 Jobs sind tatsächlich betroffen, wenn man die Zulieferbetriebe und alle mit Opel Bochum zusammenarbeitenden Betriebe auswertet. Eine Zahl, die in den Medien leider so gut wie gar nicht fällt. Man kann sich denken warum. Damit nur ja keiner auf die Idee kommt, es gehe ihn was an. Tatsächlich sieht die Lage aber anders aus. Die gesamte Wirtschaft aus der Region Ruhrpott könnte dadurch einen schweren Schlag erleiden, durch den dann auch komplett andere, von Opel eigentlich unabhängige Betriebe betroffen werden. Wer soll noch konsumieren, wenn 30.000 Menschen auf einmal weniger bis nichts mehr verdienen. Die Krise ist komplett angekommen in Deutschland!

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